Das 2. MeetUp 2024 des „Mandic“-Hubs stellt Innovationen im Einsatz von Stammzellen in den Mittelpunkt
Das zweite MeetUp des Hub Mandic fand am Mittwoch, dem 27. März, am Eingang des Blocks M der Fakultät São Leopoldo Mandic statt. Diese monatliche Veranstaltung hat zum Ziel, den Dialog zwischen Unternehmen und Studierenden zu Themen aus den Bereichen Zahnmedizin und Medizin zu fördern.
Das Thema dieser Ausgabe lautete „Innovationen bei der Nutzung von Stammzellen: Erfahrungen im Kennedy Space Center“, unter Beteiligung von Prof. Dr. André Pelegrine, Dozent an der Einrichtung, und José Ricardo Muniz Ferreira, CEO von R-Crio Células-Tronco. Das Gespräch wurde von Prof. Dr. Victor Montalli moderiert.
Während des Treffens erläuterten Pelegrine und Muniz die im Weltraumforschungslabor in Florida, USA, durchgeführte Forschung. Die Studie untersuchte die Aktivität von Stammzellen unter verschiedenen Bedingungen der Mikrogravitation und Sauerstoffversorgung.
Muniz leitete die Diskussion mit einer Erläuterung des Ursprungs des Projekts ein: „Die Initiative entstand vor einigen Jahren durch eine Partnerschaft zwischen R-Crio und der KSCIA International Space Academy, die für ihre Studienprogramme bekannt ist, an denen auch brasilianische Forscher teilnehmen. Ich hatte die Gelegenheit, die Leiter des Programms kennenzulernen, was zu dieser Partnerschaft führte.“
Bei der Erläuterung der Herausforderungen, denen man bei der Forschung gegenüberstand, erwähnte Muniz: „Als wir uns entschieden hatten, mit Stammzellen zu arbeiten, war der nächste Schritt die Wahl der Quelle. Wir entschieden uns für das Periost, da es ein interessantes Gewebe für die Arbeit ist und ohne befeuchtete Quelle entnommen werden kann. Allerdings stießen wir dabei auf die menschliche Physiologie. Wir Menschen haben Anpassungen an die Schwerkraft und negative Reaktionen im Knochengewebe, was höhere Anforderungen an die Mechanik stellt. Ohne diesen Druck führt die Schwerelosigkeit zu einem Prozess, der der Osteoporose und der Arthrose sehr ähnlich ist.“
Darüber hinaus betonte Pelegrine, dass die Forschung den Weltraummissionen zugutekommen wird, bei denen die Besatzungsmitglieder während langer Reisen besonderer Pflege bedürfen: „Jedes noch so kleine Trauma kann leicht zu einem schweren Bruch führen, insbesondere über große Entfernungen hinweg. Deshalb arbeiten wir an der regenerativen Medizin, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.“
Abschließend erklärte André Pelegrine, dass sich die Forschung über das Kennedy Space Center hinaus auch auf andere Regionen erstreckt, darunter Brasilien. Er hob zudem hervor, dass die Durchführung der Forschung nur dank des Vertrauens der Fakultät São Leopoldo Mandic möglich war, die das Projekt unterstützt und dessen Umsetzung ermöglicht hat. Sehen Sie sich die Fotos unten an:









