Die Schilddrüse ist eine Drüse im vorderen Halsbereich, die die Hormone T3 und T4 (Trijodthyronin und Thyroxin) produziert. Diese Hormone regulieren direkt den Stoffwechsel, die Herzfrequenz und die Körpertemperatur. Bei einem Ungleichgewicht, das zu einer erhöhten Hormonproduktion führt, kann eine relativ häufige Erkrankung entstehen: die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).
In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Hyperthyreose, verstehen ihre Symptome und entdecken, wie die Diagnose und Behandlung der Krankheit funktionieren.
Was ist Hyperthyreose?
Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) liegt vor, wenn die Produktion der Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) erhöht ist. Verschiedene Faktoren können dieses Ungleichgewicht verursachen, beispielsweise eine hohe Jodzufuhr, Schilddrüsenknoten oder Entzündungsprozesse wie eine Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis). In vielen Fällen tritt eine Hyperthyreose jedoch auch im Zusammenhang mit Morbus Basedow auf, einer Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse selbst angreift und so eine übermäßige Hormonproduktion auslöst.
Diese Erkrankung tritt häufiger bei erwachsenen Frauen auf, was jedoch nicht ausschließt, dass auch Männer und Kinder betroffen sein können. Tatsächlich ist Morbus Basedow die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion bei Männern.
Subklinische Hyperthyreose
Die subklinische Hyperthyreose ist durch eine Veränderung des Schilddrüsenhormons Thyrotropin (TSH) gekennzeichnet. Betroffene Patienten zeigen oft keine Symptome, und die Laborwerte für T3 und T4 bleiben möglicherweise unverändert, da die subklinische Hyperthyreose durch einen leichten Anstieg des TSH-Wertes charakterisiert ist, der jedoch noch im Normbereich liegen kann.
In den meisten Fällen gilt dies als eine leichte Erkrankung. Eine subklinische Hyperthyreose kann jedoch insbesondere bei älteren Menschen erhebliche Veränderungen am Herz-Kreislauf-System und am Knochengewebe verursachen.
Im Rahmen der Diagnose ist eine eingehendere Untersuchung wichtig, um die Ursache des hormonellen Ungleichgewichts zu ermitteln. Denn die zugrunde liegende Ursache bestimmt den Schweregrad der Erkrankung und die Wahl der am besten geeigneten Behandlung.
Nach Feststellung der Ursache kann die Behandlung medikamentös erfolgen. In manchen Fällen ist jedoch kein Eingriff notwendig, da es sich um einen vorübergehenden Zustand handeln kann.
Symptome
Im Allgemeinen sind die Anzeichen und Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion unabhängig von der Ursache gleich. Dazu gehören:
- Hyperaktivierung des Stoffwechsels;
- Gewichtsverlust;
- Erschütterungen;
- Nervosität und Gereiztheit;
- Schlaflosigkeit und Müdigkeit;
- Schwäche;
- Hyperaktivität;
- Erhöhte Herzfrequenz und Tachykardie;
- Hitzeunverträglichkeit und übermäßiges Schwitzen;
- Gelegentlich Durchfall.
Neben den häufigsten Symptomen können je nach Geschlecht und Alter des Patienten unterschiedliche Krankheitsverläufe auftreten. Bei Frauen kann eine Schilddrüsenüberfunktion beispielsweise zu Menstruationsstörungen führen. Bei älteren Menschen können die Symptome atypisch auftreten und einer Depression oder sogar einer Demenz ähneln.
Diagnose und Behandlung
Die Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion erfolgt durch den Endokrinologen, der die Symptome, die körperliche Untersuchung und die Ergebnisse von Laboruntersuchungen analysiert. Diese Untersuchungen beurteilen die Spiegel der Hormone TSH, T3 und T4 und berücksichtigen deren Schwankungen und mögliche Veränderungen.
Erhöhte Werte dieser Hormone, selbst leicht erhöhte, werden mit einer Schilddrüsenüberfunktion in Verbindung gebracht. Um die Ursache genauer zu bestimmen, kann der Endokrinologe jedoch zusätzliche Untersuchungen anordnen, wie beispielsweise die Radiojodszintigraphie und die Messung spezifischer Antikörper.
Die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion kann je nach Ursache Medikamente, Radiojodtherapie und in manchen Fällen einen operativen Eingriff umfassen. Bei älteren Erwachsenen ist es wichtig, die Behandlung so früh wie möglich nach der Diagnose zu beginnen, da ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Osteoporose besteht. Unbehandelt kann die Erkrankung, insbesondere bei älteren Menschen, zu schwerwiegenden Komplikationen wie einem Herzinfarkt führen.
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